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Artikel Tagged ‘Alfresco’

Mail an Alfresco : Postfix umkonfigurieren

Wie bereits an anderer Stelle beschrieben, kann man ja Alfresco so konfigurieren, dass er als Mailserver arbeitet und Mails empfangen kann. Damit ist es möglich an jeden Ordner innerhalb des Systems Mails zu senden, die dann in Anschreiben und Anhänge getrennt in diesem Ordner landen.

Es gibt nun 2 Szenarien zu beachten:

1. Es läuft bereits ein Mailserver (hier reden wir nur über Postfix) auf dem Server

2. Mail kommt von googlemail

Szenario1 : Postfix läuft auf dem Server bereits

Standardmäßig lauscht ein Mailserver auf dem SMTP-Port 25. Alfresco kann damit nicht ebenfalls auf diesem Port laufen. Heißt, wir müssen Alfresco anweisen, Mails auf einem anderen Port zu erwarten. Oder wir müssen den Standard-Mailserver abschalten.

Letzteres (Mailserver abschalten) funktioniert natürlich. Leider aber nur dann zufriedenstellend, wenn man keine Mails von Googlemail empfangen will ;-). Siehe dazu Szenario 2.

Szenario 2 : Mail kommt von Googlemail

Ein Alfresco-Kunde von uns wickelt seinen gesamten Mailverkehr über Google ab. Daher habe ich auf seinem Alfresco-Server den Standard-Postfix abgeschaltet. Meine Testmails von unserem Firmenserver kamen danach auch problemlos in Alfresco an.

Er sagte mir dann, dass seine Mails von Google nur mit Verzögerung (1/4h bis zu 2 Tagen) ankämen. Hat mich zwar gewundert, aber ich habe dies dann auch ausprobiert und von meinem Googlemail-Account getestet. Stimmt ! Manchmal kamen diese Mails auch gar nicht an : Mail kam als unzustellbar zurück mit „Protocol Error“.

Recherchen im Internet zeigten, dass dieses Problem auch bei anderen empfangenden Mailservern auftritt bzw auftreten kann. Ist also kein wirkliches Alfresco-Problem.  In allen Fällen schiebt Google die Schuld auf den empfangenden Mailserver und die Admins dieser Server die Schuld auf Google 😉 Catch22…

Lösung für beide Szenarien:

Postfix als Relay konfigurieren, das alle Mails lokal auf den Alfresco-Port umleitet.

Dies habe ich am Wochenende für meinen Kunden gemacht und hier die Einstellungen dafür:

Einträge in /etc/postfix/main.cf:

transport_maps = hash:/etc/postfix/transport
local_recipient_maps =

Es wird eine Transport-Regel definiert, die die Weiterleitung beschreibt.

Die Filterung der Mail-Empfänger (Empfänger bekannt, oder nicht) fällt weg, da sonst hier alle empfangenden Alfresco-Ordner zu nennen wären 😉

/etc/postfix/transport:
meindomain.de  smtp:127.0.0.1:425

/etc/postfix/transport mit Shell-Kommando „postmap /etc/postfix/transport“ in /etc/postfix/transport.db eintragen

Postfix neu starten :

/etc/init.d/postfix restart

Mit oben genannter transport-Zeile  muss Alfresco auf Port 425 lauschen.

Thats it ! Einfach, wenn man es weiß 🙂

Kochrezept: Installation Alfresco mit war-Files auf existierendem Tomcat6

Und nochmals ein Alfresco-Artikel 😉 …

Die neueste Version Alfresco Community 3.4d kann man sich in verschiedenen Geschmacksrichtungen runterladen und installieren: als Windows- oder Linux-Installer, oder als WAR-Files.

Dabei hat der Installer einen großen Nachteil : er installiert auch Tomcat und sogar mySQL. Das bedeudet, dass man mit hoher Wahrscheinlichkeit in Portkonflikte rennt, wenn man mySQL und/oder Tomcat bereits installiert hat. Auf unserem gemieteten Strato-Server war das Ding jedenfalls nicht zu gebrauchen. Da man nicht weiß, was dieser sog. Wizard treibt, steht man bei Fehlermeldungen auch etwas hilflos da. Ich habe nach kurzer Zeit den Installer in die Tonne getreten und Alfresco per War-Files auf einem laufenden Tomcat6 installiert. Die notwendigen Infos kann man verstreut finden, aber nachstehend das simple Kochrezept. Ich beschränke mich hier auf die Linux-Variante (openSUSE und Ubuntu) und gehe von einer ordnungsgemäßen und lauffähigen Tomcat-Installation mit Standardports (8080 bzw 8443) aus. Eine Tomcat-Installation hat man schnell mittels der Linux-Paketverwaltung oder auch einem Windows-Installer. Geht in der Regel problemlos.

1. Struktur von Tomcat nach der Installation

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Alfresco per https (SSL)

Nachdem ich letzthin zufällig von einem meiner Online-Bekanntschaften (Web 2.0 machts möglich) erfahren habe, dass „sein“ Admin meinen Blog als „Nachschlagewerk“ für Alfresco benutzt, erweitere ich diese Möglichkeit, um hier kurz aufzuzeigen, wie man Alfresco  auf SSL = httpS:// umstellt.

Hab das außerdem gerade für einen meiner Alfresco-Kunden durchgeführt und  die Fenster noch offen 😉

Diese kurze Beschreibung bezieht sich auf Alfresco mit Tomcat. Wie es mit JBoss aussieht, kann ich jetzt nicht sagen. Bitte dann woanders nachsehen.

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Alfresco ohne Port 8080

16. Juni 2010 2 Kommentare

Alfresco ist eine J2E-Applikation die im Kontext eines Application-Servers wie JBoss oder Tomcat läuft. So ein Application-Server kann man sich als eigenen Webserver vorstellen. Das bedeutet, dass wir damit üblicherweise 2 Webserver auf unserem Server laufen haben :

  • den „normalen“ Webserver, der unsere Webseiten bedient und den wir üblicherweise mit so etwas wie http://www.meinedomain.de aufrufen
  • ja und jetzt den Tomcat (JBoss) und Alfresco

http://www.meinedomain.de ist eigentlich vollständig http://www.meinedomain.de:80 Der Browser „hängt“ implizit ein „:80“ and un der Webserver „lauscht“ auf diesem Port. Da es an einem solchen Port nur einen „Lauscher“ geben kann, „hören“ Application-Server wie Tomcat/JBoss per default auf dem Alternativ-Port 8080.

Mit http://www.meinedomain.de rede ich also mit dem normalen Webserver
und mit http://www.meinedomain.de:8080 mit Tomcat/JBoss

Nun eigentlich ist das ja nicht wirklich ein Problem. Aber es wird zum Problem, wenn man aus streng abgeschotteten Firmen-Netzwerken zugreifen möchte. Dort ist recht oft dieser Port 8080 durch die Firewall des Firmennetzwerks blockiert. Man bekommt dann lapidar die Meldung, dass die Webseite nicht erreichbar ist. Naja und es ist auch manchmal einfach lästig dieses 8080 anzuhängen …

Aber es gibt dafür eine Lösung, die ich nachstehend (auch als Notizzettel für mich selbst) aufzeige :

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Zugriff von Joomla auf Alfresco

11. April 2010 4 Kommentare

Heute habe ich endlich mal etwas Zeit gefunden, mich mit einer seid 2008 existierenden Joomla-Komponente zu beschäftigen, die den Zugriff von Joomla auf das ECM-System Alfresco ermöglicht.

Über Alfresco habe ich ja hier schon mehrfach Artikel verfasst. Über Joomla natürlich auch :-). Und mit dieser innovativen und interessanten Erweiterung kann man die beiden Welten verbinden. Grund genug die Eigenschaften dieser Anbindung mal etwas genauer anzusehen. Und die Ergebnisse dieser Untersuchung finden sich nachstehend.

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Alfresco Share : Invitation fails …

3. März 2010 1 Kommentar

Vor einigen Tagen habe ich neben unseren ganzen php-Applikationen auch unser „Gedächtnis“ und gemeinsame Arbeitsplatform Alfresco auf unseren neuen Server umgezogen. Das ging auch prinzipiell alles ohne größere Schwierigkeiten von statten und war halt „nur“ konzentrierte Fleißarbeit 😉 …

Lediglich ein Problem hatten wir danach : Wir konnten keine externen Benutzer (Kunden, Partner) mehr zu unseren Arbeitsbereichen auf Alfresco Share einladen. Es kam nur noch die Lightbox mit „Invitation failed“ wo sonst immer stand „Invitation sent“.

Im folgenden einige Hintergrund-Informationen, die Diagnose und die Behebung des Problems. Nach meiner Recherche im Internet bei der Diagnose konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass wir nicht die einzigen waren, die dieses Problem hatten oder noch haben 🙂 … Diesen soll dieser Artikel eine Hilfestellung geben.

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Möchte ein Logo in meiner Alfresco Share Site …

7. März 2009 5 Kommentare

Wir nutzen Alfresco nicht nur intern, sondern auch als Platform zur Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern. Für diese Bereiche, in denen wir in einer sicheren Umgebung kollaborieren wollen, um es neudeutsch zu formulieren, verwenden wir den „Share“-Teil von Alfresco, der ähnlich wie Microsofts Sharepoint arbeitet. Ad-hoc kann damit ein berechtigter Benutzer einen solchen Bereich anlegen und  andere Nutzer mit einer auswählbaren Rolle (mit dadurch festgelegten Berechtigungen) einladen. Das funktioniert sowohl für systeminterne (bereits angelegte Alfresco-Nutzer), wie auch für externe Nutzer.

In Minutenschnelle hat man dann einen Bereich in dem Dokumente ausgetauscht werden können, ein Wiki, einen Blog, ein Diskussionsforum und auch einen Kalender. Alles was das Herz des „Kollaborateurs“ 😉 begehrt. Sieht dann in etwa so aus um einen Eindruck zu vermitteln:

Alfresco Share

Alfresco Share

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Mail an und von Alfresco

Nachdem ich durch eine von mir beantwortete Anfrage im deutschen Alfresco-Forum festgestellt habe, dass es wohl teilweise eine grosse Verwirrung bezüglich der Mailfähigkeiten des ECM-Systems Alfresco gibt, ergeife ich die Gelegenheit diesen Komplex hier an einer zentralen Stelle abzuhandeln. Nun fangen wir an …

Zuerst müssen wir 2 Dinge klar unterscheiden :

  1. inbound Mail = Mail AN Alfresco bzw Alfresco-Spaces
  2. outbound Mail = Mails, die Alfresco verschickt; z.B. Notification-Mails oder Einladungen

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Upgrade von Alfresco Labs 3B auf Alfresco Labs 3.0 stable (Linux)

Nachdem ich gestern Abend den Upgrade unserer Community (Open Source)-Installation von Alfresco auf die seid einigen Tagen verfügbare „stable“-Version abgeschlossen habe, möchte ich kurz diesen Prozeß schildern, solange alles noch frisch ist …

Alles in allem war es ein fast schmerzloser Upgrade unserer Labs 3.0B-Version auf die freigegebene Lab 3.0 „stable“-Version. Hat sich nur deshalb einen ganzen Tag hingezogen, da ich diesen Upgrade benutzt habe, um einen neuen Mitarbeiter, der noch nie etwas mit Alfresco zu tun hatte, per Skype-Chat „durch den Prozess durchzusprechen“. Per Skype-Chat deswegen, weil wir fast 500 km entfernt am PC gesessen sind ;-). Das ganze angereichert mit vielen Erklärungen und Zwischenübungen und begleitender Dokumentation seinerseits. Nennt sich KnowHow-Transfer ;-)…

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Wozu eigentlich ein DMS ?

30. Januar 2009 3 Kommentare

Gute Frage, nicht wahr ? Brauche ich so etwas überhaupt ? Wofür ist es nutze ? Warum sollte ich mir so etwas überhaupt zulegen ?

Nun ich möchte diese Fragen versuchen zu beantworten, ohne groß in die Technik einzusteigen. Hoffe es gelingt mir ;-). Ist für mich als Vollblut-Techniker nicht ganz einfach …

Beginnen möchte ich mit ein paar Szenarien, die der eine oder andere möglicherweise kennt :

  • (1) Ich bin oft mit und auch ohne Laptop bei Kunden unterwegs und benötige Dokumente, die im Büro auf dem dicken Server liegen…
  • (2) Ich möchte die unterwegs, beim Kunden, im Hotel erstellten Dokumente mit wichtigen Informationen meinen Mitarbeitern, Partnern schnell zugänglich machen …
  • (3) Wir sind ständig auf der Suche nach dem aktuellsten Stand eines Dokuments …
  • (4) Ich suche ein bestimmtes Dokument auf unserem dicken Firmenserver. Weiss nur noch, was da in etwa drin stand…
  • (5) Ich möchte mit Kunden/Partnern kontrolliert und sicher Dokumente austauschen

Die Liste könnte ich noch endlos weiter fortsetzen. Aber ich denke die allerwichtigsten Szenarien habe ich aufgelistet. Wenn Sie sich da wieder finden, sollten Sie einfach weiterlesen ….

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