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Mikogo : Fernwartung leicht gemacht

Vor einigen Tagen erreichte mich eine überraschende Mail über mein Google-Profil :

Hallo Anton,

ich möchte dir unser plattformunabhängiges Desktop Sharing Tool Mikogo vorstellen. Mit Mikogo kann man Webkonferenzen mit bis zu 10 Personen veranstalten. Desweiteren eignet sich Mikogo für den Remote Support (Fernwartung). Mikogo ist für private und kommerzielle Nutzung kostenlos und ist für PC und Mac verfügbar.

Könntest du dir vorstellen Mikogo zu testen und bei Interesse eine Review in deinem Blog zu posten? Gerne sende ich dir noch weitere Informationen über Mikogo zu. Bei weiteren Fragen stehe ich dir gerne zur Verfügung!

Viele Grüße,

Constantin Herrmann
The Mikogo Team
www.mikogo.de

Nun, normalerweise reagiere ich auf solche Bitten eher abschlägig oder reagiere gar nicht drauf. Hier ist es etwas anders, da ich Mikogo schon seid längerem verwende um meinen oft wenig technikaffinen Kunden bei einem Problem sozusagen „über die Schulter zu schauen“ , damit ich entweder verstehen kann, wo die Schwierigkeiten liegen, oder ich ihnen gleich helfen kann. Gemeinhin nennt man das Fernwartung per Desktop-Sharing 😉 …

Hier hat sich Mikogo als kostenloser und wirksamer Helfer gezeigt. Ich habe auch andere Tools in dieser Richtung ausprobiert, aber Mikogo ist schlicht auch für Nicht-Techniker am einfachsten zu verstehen und zu bedienen. Das war und ist einer der Hauptgründe, warum ich bei Bedarf gerne darauf zurückgreife.

Nun hier also als kostenfreies Marketing für die Firma Mikogo, sozusagen als Dank für ihr kostenfrei nutzbares Tool, der Ablauf einer Mikogo-Fernwartungssession von der Registrierung bis zu  zur Beendigung einer solchen Fernwartungs-Sitzung. Nun ich habe damit auch selbst gleich eine Anleitung für Neukunden 🙂 …

Vorraussetzung:

Beide Seiten müssen ein kleines Programm installieren, das den Datenverkehr abwickelt. Dieses Programm kann man kostenfrei von der Mikogo-Webseite runterladen und ist schnell installiert. Das Progrämmchen gibt es als Windows und auch als Mac-Version. Für Linux leider noch nicht, aber laut Constantin (s.oben) wird an einer Linux-Version gearbeitet. Dass solche Marketing-Mails von einem echten Menschen stammen und auch sofort sachgemäß beantwortet werden, ist bemerkenswert, finde ich !

Registrierung und Installation

Wir gehen einmalig (!) zur Mikogo-Website um uns als Nutzer zu registrieren und das Programm Mikogo herunterzuladen und dann zu installieren:

http://www.mikogo.de

Klicken Sie auf „Registrierung“ und füllen Sie das Formular mit Namen und Mail-Adresse. Ja mehr wird nicht verlangt 🙂 :

Registrierungsformular

Naja und danach laden Sie Mikogo einfach runter und starten dieses  Installations-Programm (exe bei Windows) durch Doppelklick. Damit installiert sich Mikogo ohne weitere Angaben selbst und ist sofort nutzbar …

Download-Seite

Dies alles ist auf der Webseite von Mikogo bestens und ausführlich erklärt. Bisher ist an diesem Schritt eigentlich noch niemand gescheitert, von dem ich wüsste 😉 …

Ihre Zugangsdaten (Benutzername und Passwort)

Ihr Benutzername ist die bei der Registrierung angegebene Mail-Adresse. Ihr Passwort wurde generiert.

Beide Angaben erhalten Sie als Mail. Diese Mail sollten Sie sichern und sorgsam aufheben.

Aufbau einer Fernwartungs-/Desktopsharing-Sitzung

Jeder der Beteiligten hat (nach der Installation) rechts unten ein kleines „M“-Icon im sog. System Tray :

Wir müssen nun unterscheiden zwischen demjenigen, der aktiv eine solche Sitzung einleitet und dem Teilnehmer, der eingeladen wird und passiv daran teilnehmen wird.

Aktiv eine Session einleiten:

  1. Klick auf das „M“-Icon (siehe oben)
  2. „Start Session“ aus dem Menü auswählen
    Achtung : Hier werden Sie beim allerersten mal nach den Zugangsdaten aus der oben genannten Registrierungs-Mail gefragt !!

Durch (2) bekommen Sie ein kleines Fenster mit der sog.  Session-ID. Diese müssen sie an die Teilnehmer weitergeben. Nur damit können diese sich zuschalten.

Session ID

Das war es schon 😉 …

An einer Mikogo-Session teilnehmen:

Ein anderer Teilnehmer, der sich zuschalten möchte und von Ihnen diese ID erhalten hat, wählt nach Klick auf das „M-Icon“ den Menüpunkt „Join Session “ (teilnehmen) aus. Er bekommt dann dieses Fensterchen um die ID einzugeben, die Sie ihm gegeben haben:

Tja und danach sieht er schon ihren Desktop:

Remote Desktop

Beendigung einer Session

Jeder der Beteiligten kann von sich aus „kündigen“ ;-). Er kann einfach die Sitzung beenden. Punkt.

Wird eine Session nach 20 Minuten nicht genutzt, verfällt die ID und ist nicht mehr nutzbar.

Niemand kann aktiv aus der Ferne auf einen Desktop zugreifen. Man kann nur seinen eigenen Bildschirm frei geben und anderen durch Übermittlung der Session-ID Sicht darauf gewähren.

Zusammenfassung

Nun wie man sieht, beschränkt sich die Aufgabe die Aufgabe des Teilnehmers auf den Klick auf das M-Icon, Auswahl „Join Session“ und die Eingabe der übermittelten ID :-). Klingt das nicht beherrschbar 😉 ?

Na und aktiver Aufbau einer Session ist ganz analog und ebenso einfach 🙂 :  „Start Session“ aus M-Menü und Übermittlung der ID …

Die Entdeckung aller anderen unaufdringlichen und intuitiv bedienbaren Features (wie z.B. ein roter Zeigepfeil…) überlasse ich ihrem Spieltrieb. Mir hat jedenfalls noch nichts gefehlt um remote bei und mit einem Kunden ein Problem zu lösen.

Die „Lobhudelei“ für Mikogo fällt mir leicht, weil dieses Programm einfach überzeugt hat und es immer noch tut.

Falls sich jemand fragt, warum diese Mikogo-Leute dieses so hilfreiche Stück Software kostenlos anbieten. Hier die plausible Antwort des Unternehmens selbst : http://www.mikogo.de/product/why-its-free/

Uneingeschränkt 5 Sterne von mir !

  1. 20. Juli 2010, 16:43 | #1

    Hallo Anton,

    freut mich, dass du dir die Zeit genommen hast einen solch detaillierten Beitrag über Desktop-Sharing zu schreiben.

    Um bei dem Thema zu bleiben: TeamViewer (www.teamviewer.com) stellt auch eine für die Privatnutzung absolut kostenlose Desktop-Sharing Software zur Verfügung.

    Wir würden uns auch sehr freuen, wenn du Interesse hättest dir TeamViewer einmal näher unter die Lupe zu nehmen. TeamViewer gibt es für Windows, Mac OSX und Linux, sowie für diverse mobile Platformen wie iPhone und iPad.

    Für Fragen rund um die Software stehe ich dir gerne zur Verfügung.

    Viele Grüße
    Constantin Falcoianu
    TeamViewer GmbH

  2. Getesteter
    7. September 2010, 11:13 | #2

    Leider ist Mikogo für Supporter fast unbrauchbar,
    Da der „Kunde“ sich registrieren muss um eine Session zu starten, wodurch der Supporter sich aufschalten kann.

    Natürlich gibt es auch die Möglichkeit das der Supporter eine Session startet und den Desktop blind macht. Damit der Kunde wenn er sich aufschaltet nicht den Desktop vom Supporter sieht. Dann muss man einen „Desktopswitch“ einleiten. Schon hat man die gewünschte Verbindung. Finde ich persönlich nicht komfortabel genug.

    Bei Teamviewer funktioniert das genau richtig, Supporter klickt sich in die Session des Kunden und kann damit arbeiten. Jedoch ist hier für Kleingewerbetreibende der Preis viel zu hoch da ich die Fernwartung als kostenlosen Zusatzsupport und auch nur in Ausnahmefällen anbiete.

    Über eine exklusive Supporterfunktion würde ich mich seitens von Mikogo sehr freuen.

    Gruß

  3. 13. September 2010, 10:16 | #3

    Bislang ist mir auch nur Teamviewer geläufig. Würde mich freuen wenn du dir das auch mal etwas genauer anschauen würdest.

  4. 15. September 2010, 08:48 | #4

    Hallo!

    Kommentar zu Constantin:
    Die private Nutzung von Teamviewer ist tatsächlich kostenfrei – allerdings wird jede Sitzung nach 5 Minuten automatisch beendet und man muss danach nochmal 5 Minuten warten, bevor man die Verbindung wieder aufbauen kann – welches Problem ist den in 5 Minuten gelöst und vor allem erklärt?!

    Kommentar zu Getesteter:
    Das stimmt zum Glück nicht ganz: Der (End-)Kunde muss sich nicht bei Mikogo registrieren – du kannst dir die Client Datei herunterladen und auf deiner Webseite bereitstellen oder aber über join.mikogo.com direkt einsteigen.
    Wenn du als Supporter eine Session eröffnest kannst du auch in Mikogo fest einstellen, dass die Session immer als „View & Controll another’s screen“ gestartet wird (auf dem M ein rechtsklick->Settings->Start Options)
    Außerdem kann es für mich als Supporter sinnvoll sein, auch mal die andere Richtung zu zeigen (Share my screen) um z. B. eine Produktschulung oder Produktpräsentation durchzuführen OHNE hunderte von Kilometern zum Kunden fahren zu müssen.

    Kommentar zu Michael:
    Teamviewer hat auch seine Vorteile – ich finde es sieht einfach ein wenig Professioneller aus – aber der Preis .. 🙁 Was ich sehr gut finde, ist das man den Client individualisieren kann mit eigenem Logo und so weiter .. Aber 500 Euronen – Mikogo ist kostenlos und funktioniert genauso ..

  5. Tom
    23. September 2010, 15:34 | #5

    Marcel Dreke :
    Hallo!
    Kommentar zu Constantin:
    Die private Nutzung von Teamviewer ist tatsächlich kostenfrei – allerdings wird jede Sitzung nach 5 Minuten automatisch beendet und man muss danach nochmal 5 Minuten warten, bevor man die Verbindung wieder aufbauen kann – welches Problem ist den in 5 Minuten gelöst und vor allem erklärt?!

    Woher hast du das denn? Ich nutze den Teamviewer wesentlich länger als 5 Minuten. Die Minutenbegrenzung gilt doch IMO nur für den Custom-Client.

    Gruß

  6. 24. September 2010, 13:29 | #6

    Hallo Tom!

    Ich nutze den Costum-Client – deswegen war das meine Aussage mit den 5 Minuten, dass die ohne den individualisierten Client unbeschränkt ist, wusste ich nicht 🙂

    Liebe Grüße

  7. 24. Oktober 2011, 14:08 | #7

    Kostenlos-Das war mal…

    Für Gewerbetreibende ist die kommerzielle Nutzung nicht mehr kostenlos!
    Es wird beim Kunden sowie auch beim Supporter ein Hinweis auf die kostenlose Version eingeblendet und das man gefälligst die Lizenzversion kaufen soll. Sicher wird wie beim Teamviewer auch demnächst die Verbindung mit dem Hinweis „Verdacht auf kommerzielle Nutzung“ abgebrochen.

    Das Tool ist kostet nun, um es effektiv nutzen zu können EUR 499 ZZGL MWST. und ist somit jetzt so teuer wie der Teamviewer und daher für Kleingewerbetreibe die ab und an fernwarten, uninteressant geworden.

    Der vollmundige Hinweis, Mikogo ist und bleibt für private und kommerzielle Nutzung kostenlos, ist damit hinfällig.

    Grüße

    • 24. Oktober 2011, 14:24 | #8

      Ja das ist richtig 🙁 …..

      Danke für den Hinweis. Das war es dann wohl … Lohnt nicht für gelegentliche Unterstützung eines hilflosen Kunden …

      Beste Grüße

      Anton Kejr

  8. 1. September 2015, 13:17 | #9

    vielen Dank für den detaillierten Beitrag

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