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Alfresco auf einem Managed Server

Liebe Leser,

lange habe ich nichts mehr in meinem Blog veröffentlicht. Grund war schiere Arbeitsüberlastung. Per se ja nicht so schlecht, nicht wahr 😉 ?

Ich habe in den letzten Monaten neben Geschäftsführertätigkeiten, Marketing und  Vetrieb jede freie Minute in meine Projekte und Produkte investiert. Hier ein paar Beispiele:

Bevor das Jahr 2012 jetzt zu Ende geht, habe ich meine Webseiten „system worx- enablingIT“ in einem ersten Wurf überarbeitet und schreibe jetzt wenigstens eine kurzen technischen Artikel.

Heute geht es um die Installation von Alfresco auf einem Managed Server.

Ein managed Server bietet für die Installation von Alfresco einige Herausforderungen. Wir benötigen

  • Java (JDK) in der Version 1.7, wenn wir Alfresco 4.2 installieren wollen. Sonst geht nur Alfresco 4.0 !
  • Tomcat 7 (Tomcat 6 hält uns auf Alfresco 4.0 fest)
  • mySQL 5.5 oder eine andere unterstützte Datenbank
  • LibreOffice 3.5 und höher
  • ImageMagick, SwfTools, ghostscript

Bei einem managed Server kann man leider nicht mal schnell etwas nachinstallieren. Dazu hat man nicht die Berechtigung. Das bedeutet, dass man entweder

  • die notwendigen Komponenten durch den Hoster verfügbar hat
  • Komponenten als Binärfiles in den eigenen Kundenbereich des Servers kopieren kann
  • Komponenten aus dem Source-Tarballs auf dem Server selbst kompilieren kann
  • einen Ausweg findet, fehlende Komponenten auf andere Art zu nutzen 😉

Hier meine Erfahrung mit einem sehr namhaften Premiumhoster in Deutschland:

  • JDK 1.7 war nicht vorhanden. Ist aber geplant => Ich konnte nur Alfresco 4.0 installieren
  • Tomcat 7 gab es noch nicht, aber geplant => Alfresco 4.0
  • mySQL 5.5 war verfügbar
  • ImageMagick war installiert

Lösung für SwfTools und ghostscript:

Erzeugung aus tarball. War möglich, ad die komplette Entwicklungsumgebung (Kompiler, Linker. Bibilotheken) auf dem Server verfügbar waren.

 

LibreOffice/OpenOffice

Dafür gab es serverseitig und mit dem Hoster keine Möglichkeit! Ist laut Hoster nicht zulässig. Punkt !

Alfresco bietet aber die Möglichkeit das OO eines Remote-Servers zu nutzen. Wir benötigen also lediglich einen netten Menschen, der uns auf das OO seines Root-Servers zugreifen lässt ;-).

Aber :

Lösung für dieses kritische LibreOffice-Problem wird es in meinem konkreten Fall  erst mit Alfresco 4.2 geben.

Hintergrund :

Es ist möglich Alfresco so zu konfigurieren, dass es eine Remote-Installation von Openoffice/LibreOffice verwendet. Das ist mit Alfresco 4.2 sehr leicht in „alfresco global properties“ einzustellen :

ooo.host=<OpenOffice host ip address>
ooo.port=<OpenOffice port number>
ooo.enabled=true

Vor 4.2 soll dies angeblich mit „Klimmzügen“ auch möglich sein, aber ich habe es trotz vieler Mühen, dem Wiki  und Anfragen im Support Forum nicht zum Laufen bekommen. Ich nehme also an, dass es zunmindest mit der 4.0 einfach nicht geht ;-).

Gott sei Dank hat der Kunde die Verzögerung akzeptiert und wartet auf die Aktualisierung seines Servers um dann den Schritt zu Alfresco 4.2 zu machen. Bis dahin gibt es u.a eben keine Document Preview in Share und auch die Volltext-Suche ist nur bedingt nutzbar.

Der Vollständigkeit halber:

Auf dem Remote-Server muss OpenOffice/LibreOffice „headless“  als Service laufen. Das geht so:

'<Path to soffice>' "-accept=socket,host=<IP or DNS name>,port=<listening on>;urp;StarOffice.ServiceManager" -nologo -headless -nocrashreport -nofirststartwizard -nologo -norestore &

So das dürfte für Sylvester doch genügend Info sein. Mal in den Statistiken schauen, ob trotz dieses Tags einige Leute sich mit technischem Kram rumschlagen 😉 ……

Ich wünsche nun allen meinen Lesern ein gesegnetes und erfolgreiches neues Jahr bei bester Gesundheit.

  1. Daniel
    19. Januar 2013, 01:57 | #1

    Habe ebenfalls Alfresco auf einem Managed Server laufen. Einrichtung wurde durch meinen Hoster http://www.ingate.de durchgeführt und verlief problemlos.

  2. Mike
    15. Februar 2013, 07:22 | #2

    Welcher Hoster ist der „Premiumanbieter“?
    Hat es bei Strato geklappt?

    • 15. Februar 2013, 09:45 | #3

      Der Premiumanbieter ist die Domain Factory. Bei Strato haben wir einen Rootserver. Da ist es eh kein Problem. Über die Managed Server von Strato weiß ich nichts. Gehe aber davon aus, dass es ähnlich wie bei der DF ist.

  3. Hugo
    12. Februar 2014, 18:04 | #4

    Bei DF gibt es immer noch kein Java 1.7
    Wartest Du noch oder bist Du umgezogen? Wenn ja: Wohin?

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