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Ein unternehmensinterner „Twitter“ : StatusNet

Unser Unternehmen system worx GmbH&Co. KG hat seinen Sitz und seine Büros in München. Ich selbst wohne und arbeite im Rhein-Main-Gebiet. ein anderer lebt seid kurzem in Berlin. Dazu kommen noch eine Reihe von unabhängigen Partnern und Unternehmen, mit denen wir eng zusammen arbeiten. Diese sind über ganz Deutschland verteilt. Wie halten wir nun engen täglichen Kontakt miteinander und halten unsere Kommunikation aufrecht ?

Natürlich gibt es Mail und Skype und wir besitzen u.a. auch einen gemeinsamen Kalender und einen Dokumenten-Backbone. Telefon gibt es natürlich auch noch :-). Haben wir auch alles im Einsatz, aber so ganz zufrieden waren wir nicht. Telefon ist eine Eins-zu-eins-Angelegenheit.  2 Leute reden miteinander. Skype-Chats sind meist ähnlich angelegt. Außerdem muss man so einen Kanal auch aus Zeitgründen mal abschalten, da man sonst dauernd gestört wird. Auch Rundmails haben ihre Nachteile. Mal einfach einen „Seufzer“, einen Link oder ein Erfolgserlebnis an alle zu schicken, dafür taugt Mail nichts. Ist zu offiziell, aufdringlich und reisst die Partner aus der Konzentration. Alles nicht wirklich perfekt.

Dann kam uns die Idee Twitter zu nutzen. Für diese Zwecke perfekt, ABER nicht privat genug. Wir wollten unter uns bleiben und unsere Kommunikation verbessern, aber nicht alles was uns bewegt in die Welt posaunen :-).  Dann entdeckten wir einen solchen Service im Internet. Aber es war nicht so ganz klar, ob der auch kostenlos ist und was mit unseren Daten so passiert. Solche Befürchtungen sorgen auch nicht für ein sicheres Gefühl und das wirkt sich negativ auf die Kommunikation aus.

Glücklicherweise entdeckte ich dann ein geniales OpenSource-Projekt : StatusNet

Habe mir dieses php/mySql-basierte System heruntergeladen und problemlos installiert, konfiguriert. War auch gar kein Problem StatusNet an unser Unternehmenverzeichnis anzukoppeln und ich stellte fest, dass es genau das war, was wir gesucht haben:

  • Selbstregistrierung war auschaltbar
  • Alle in unserem LDAP-System hatten sofort automatisch Zugang
  • Andere können problemlos auf Knopfdruck eingeladen werden
  • Das System ist in weiten Teilen gut anpassbar

Wir hatten also schlagartig einen privaten, internen Twitter oder sagen wir mehr allgemein, ein privates, internes Micro-Blogging-System :

Ist das nicht hübsch 🙂 ? Mit allem was das Herz begehrt. Das System ist schlicht perfekt. Und wem es nicht ausreicht : Ist OpenSource und kann verändert werden 🙂 …

Mobile-Nutzung und Desktop-Applikation:

Da einige von uns sehr oft unterwegs sind, war natürlich auch die Unterstützung von iPhone&Co ein wichtiges Thema. Und siehe da :

http://status.net/mobile

und

http://status.net/desktop

Als Desktop-Applikation können aber auch eine Reihe andere Programme genutzt werden, die man schon von Twitter kennt. Ich verwende z.B. Choqok auf meinen Linux-Kisten:


Wir haben dieses System nun seid einigen Monaten im Einsatz und empfinden es alle als echte Bereicherung. Wir nehmen unseren „Twitter“ als sichere Umgebung wahr und finden, dass er eine Art Nähe trotz räumlicher Entfernung erzeugt.



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